10. Februar 2015
19. Januar 2014
ALLES
Alles was du möchtest
Comme tu veux
Alles was ich sehe
Und du nicht sehen kannst
Alles was ich schon immer
Sagen wollte
Alles was ich habe
Und nicht habe
Alles was ich liebe
Zähle ich nicht auf
Ich bin keine Erbsenzählerin.
Aber ich erinnere mich
An den blauen Himmel
Die Wolken die Kühe auf der
Wiese an frisch geschnittenes
Gras und die Bauernhöfe ringsum
Und wie wir die Erdbeeren stahlen
Aus Nachbars Garten
Und über den Zaun sprangen.
Und es hat keinen Sinn
Die Gedanken abzulegen
Denn sie kommen wieder
Des Tags und bei
Nacht sowieso und sie
Fragen dich warum hast du
Das so gemacht damals
Und nicht anders?
c’est la vie….
Alles was du wissen willst
Erzähle ich dir
Aber vielleicht habe ich
Es auch vergessen…
Und alles was ich möchte
Endlich die Füddlitatschmaschine
À la Marcel Duchamp entwerfen
Damit Leuten die anderen schaden und
Soviel Geld dafür bekommen
Einen Tritt bekommen
Und zwar gratis, in ihren
Allerwertesten.
Ingrid Isermann
(veröffentlicht in Poesie-Agenda, orte-Verlag, 2014)
5. November 2012
FIGUR
... dass eine Figur von weit irgendwoher auf der
Bildfläche
erscheint, sogar fliegen kann und im
Handumdrehen wieder verschwindet.
Winkel, Ecken, Züge, Häuser, Bäume, Gesichter,
verschoben, wie in einem kubistischen Gemälde
von Braque, Picasso oder Kandinsky.
Die polare Natur
des Menschen
inmitten der Geometrie der Sterne…
Stardust…
We are Stardust, Baby!
(veröffentlichtlicht in 'Poesie-Agenda 2013', orte-Verlag, Oberegg)
Ich will die Blauen
Nicht die Grünen, die Schwarzen, die Roten,
die Gelben… ich will die Blauen…
Nicht die von heute blau und morgen blau
und übermorgen wieder,
auch nicht die Blauäugigen
und die Blaumacher,
nicht die, die mir das Blaue vom Himmel
versprechen
Nein, ich will die Blauen –
die das Meer in sich tragen,
die Sehnsucht haben
nach dem Meer
nach mehr
nach mehr Meer,
inside outside.
Ich will gar keine Trüffel
Ich will nur ins Blaue
hinaus
ins Offene.
Der blaue Planet.
Der blaue Reiter.
Die blaue Blume.
Eine Blaupause.
(veröffentlicht in 'Poesie-Agenda 2012', orte-Verlag, Oberegg)
die Gelben… ich will die Blauen…
Nicht die von heute blau und morgen blau
und übermorgen wieder,
auch nicht die Blauäugigen
und die Blaumacher,
nicht die, die mir das Blaue vom Himmel
versprechen
Nein, ich will die Blauen –
die das Meer in sich tragen,
die Sehnsucht haben
nach dem Meer
nach mehr
nach mehr Meer,
inside outside.
Ich will gar keine Trüffel
Ich will nur ins Blaue
hinaus
ins Offene.
Der blaue Planet.
Der blaue Reiter.
Die blaue Blume.
Eine Blaupause.
(veröffentlicht in 'Poesie-Agenda 2012', orte-Verlag, Oberegg)
2. November 2011
Aphorismen
Die Liebe ist eine Schwerkraft.
Die Schwerkraft ist ein Sonderfall der Gravitation.Das Gegenteil von falsch ist auch nicht richtig.
Lobpreisungen haben nichts mit Preisen im Supermarkt zu tun.
Wir treffen eine Wahl. Eine Auswahl. Und aus die Maus.
(veröffentlicht in 'Poesie-Agenda' 2012, orte-Verlag)
14. März 2010
auf einmal
auf einmal ist alles anders
auf einmal geht dir die welt auf
auf einmal klopft das herz wie verrückt
auf einmal weißt du nicht mehr ein noch aus
auf einmal überschreitest du die grenzen
auf einmal geht es dir wie anderen zuvor
auf einmal bist du tot
auf einmal bist du wiedergeboren
auf einmal bist du wie neugeboren
(veröffentlicht in Poesie-Agenda 2011, orte-Verlag CH)
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